Podwoloczyska
1900⁠–⁠1904

Nürnberg
1904⁠–⁠1928

Berlin
1928⁠–⁠1933

Paris
1933⁠–⁠1940

New York
1940⁠–⁠1953

Rom
1953⁠–⁠1977

Basel
1977⁠–⁠1996

Kurzbiographie

Kurzbiographie
1900 Geboren am 28. Januar in Podwoloczyska/Galizien, heute Pidvolochysk/Ukraine.
1904 Geburt der Schwester Gina Strauss, geb. Kesten, in Podwoloczyska;
Umzug der Familie nach
Nürnberg.
1906 – 1910 Besuch der Volksschule an der Bismarckstraße.
1910 – 1919 Besuch des Königlich Alten Gymnasiums, heute Melanchthon-Gymnasium;
Mitglied im
Schülerausschuss.
1918 Vater stirbt im Kriegslazarett in Lublin/Polen.
1919 – 1923 Studiert zunächst Jurisprudenz und Nationalökonomie an den Universitäten Erlangen und
Frankfurt a.M.; dann Germanistik, Geschichte und Philosophie; bricht Studium und Dissertation über
Heinrich Mann ab.
1923 – 1926 Mitarbeit im Trödelhandel der Mutter, Reisen durch Europa und Nordafrika.
1926 Frankfurter Zeitung publiziert die Novelle Vergebliche Flucht als Folge.
1927 Verlag Kiepenheuer erwirbt Dramen und Novellen; in Nürnberg entsteht der Debütroman Josef
sucht die Freiheit.
1928 Umzug nach Berlin; Stelle als Lektor beim Kiepenheuer-Verlag; Uraufführung des
Theaterstücks Maud liebt beide in Kassel; ehrenvolle Erwähnung von Joseph sucht die Freiheit bei der
Vergabe des Kleist-Preises.
Heirat mit Toni Warowitz in Nürnberg; Freundschaften mit Erich Kästner,
Josef Roth und Ernst Toller.
1933 Flucht nach Frankreich; arbeitet als Lektor für die deutsche Abteilung des holländischen
Exilverlags Allert de Lange; lebt in Paris, Sanary-sur-Mer (nahe Toulon), Nizza, Ostende, Brüssel und
Amsterdam.
1934 Hausgemeinschaft in Nizza mit Josef Roth und Heinrich Mann.
1939 Bei Kriegsausbruch Internierung als „feindlicher Ausländer“ in Paris und in Südfrankreich.
1940 Flucht nach New York/USA mit einem Besuchervisum, die Ehefrau muss zunächst in Frankreich
bleiben, im September gelingt auch ihr die Flucht nach Amerika.
1940 – 1942 Berater des Emergency Rescue Committee; Kesten rettet Schriftsteller und Künstler vor dem
NS-Regime.
1949 Amerikanische Staatsbürgerschaft; Teilnahme am P.E.N.-Kongress in Venedig, Europa-Reise;
Wiedersehen mit Deutschland, Nürnberg und alten Freunden.
1950 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.
1953 Übersiedlung nach Rom, wo er bis 1977 vorwiegend wohnt;
Korrespondierendes Mitglied der
Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.
1954 Kulturpreis der Stadt Nürnberg.
1961 Öffentlicher Streit mit Uwe Johnson wegen dessen – von Kesten falsch verstandenen –
Äußerungen zum Mauerbau in Berlin.
1969 Premio di Calabria.
1972 – 1976 Präsident des P.E.N-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.
1974 Georg Büchner-Preis.
1975 Hermann-Kesten-Preis, gestiftet vom Verlag R.S. Schulz, Percha am Starnberger See.
1977 Nelly-Sachs-Preis (Kulturpreis der Stadt Dortmund); Tod von Ehefrau Toni; Umsiedlung nach
Basel.
1978 Ehrendoktor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
1980 Ehrenbürger der Stadt Nürnberg.
1982 Ehrendoktor der Freien Universität Berlin.
1995 Stifter der Preissumme für die erste Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises.
1996 Gestorben am 3. Mai in Basel.