
Am Donnerstag, den 26.11.2026, 17 Uhr, werden Gerhard Brack und Eva Homrighausen aus den Briefen zwischen Michael Mathias Prechtl und Hermann Kesten lesen und dazu vortragen unter dem Titel „Wir werden also einander sitzen, Sie mir für ein Interview mit Prechtl, ich Ihnen für ein Porträt von Kesten“.
Der Journalist und Autor Dr. Gerhard Brack arbeitet als freier Redakteur beim Bayerischen Rundfunk und lebt in München. Aufgewachsen in Franken, hat er die Verbindung in seine alte Heimat nie verloren. Bekannt wurde er vor allem durch seine Beiträge zur Zeitgeschichte, zum Kabarett und zur Bildungspolitik. Er ist auch in der fränkischen Literaturszene gut vernetzt.
Eva Homrighausen, ehemals Direktorin der Stadtbibliothek Nürnberg, hat seit 2016 unterschiedliche Kultur-Formate entwickelt, die sie in Nürnberg anbietet. Da sind zum Beispiel die Konzert-Lesungen, bei denen sie Themen oder Autorinnen und Autoren in den Mittelpunkt rückt – angereichert mit Live-Musik und eigenem Gesang. Besonders am Herzen liegt ihr die Wiederentdeckung der spritzigen Verse des deutsch-jüdischen Autors Gustav Hochstetter (1873-1944).
Regelmäßig hält sie Vorträge über Maria Sibylla Merian, gelegentlich auch zu anderen Themen. 2023 startete sie im Café Marie15, einer Begegnungsstätte in der Marienvorstadt, die Reihe „Literatur am Dienstag – Zu Gast bei Eva“, in der sie einmal im Monat interessante Gäste einlädt, die von ihrem Leben und Wirken erzählen.
Kennengelernt haben sich Eva Homrighausen und Gerhard Brack 2025 bei Veranstaltungen zum 125. Geburtstag von Hermann Kesten. Sie begeistern sich für Ähnliches und haben den Wunsch, die Teile des Werkes von Hermann Kesten bekannter zu machen, die bis heute Gültigkeit haben.
Seitdem betreiben die beiden gemeinsam „literarische Archäologie“ im Nachlass des Nürnberger Schriftstellers Hermann Kesten, dessen Korrespondenz im Literaturarchiv der Monacensia liegt. Dort haben sie auch den sehr berührenden Briefwechsel zwischen den beiden streitbaren und engagierten Persönlichkeiten Kesten und Prechtl entdeckt.
Bracks geschliffene Wortwahl und Homrighausens ausdrucksstarker Vortrag ziehen die Zuhörenden in ihren Bann. Der Vortrag geht auch mit noch unveröffentlichten Zitaten aus den Briefen auf einige der ausgestellten Bilder Prechtls ein.


